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Erklärung für ein Verbot von Waffenexporten

Wir sehen als Christinnen und Christen

Waffenhandel bereitet Krieg und Vernichtung menschlichen Lebens vor und bedroht die ganze Menschheit. Waffen sind kein Produkt wie jedes andere. Sie werden zum Töten hergestellt und eingesetzt.

Schweizer Waffen werden nach wie vor in Konfliktgebiete wie Pakistan oder in Folterstaaten wie Saudi-Arabien geliefert.

Waffenexporte töten auch indirekt, weil die Importländer wegen ihrer Rüstungsausgaben zuwenig Geld besitzen, um Armut und Hunger zu bekämpfen.

Wir urteilen als Christinnen und Christen

Die Weisungen von Jesus in der Bergpredigt, „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, so werdet ihr Söhne und Töchter eures Vaters im Himmel“ (Matthäus 5,44-45), sind für uns verbindlich. Sie motivieren uns, die Spirale von Gewalt und Gegen-Gewalt zu durchbrechen.

Wer Frieden will, muss Gerechtigkeit wollen, lehrt ein prominenter biblischer Autor (Jesaja 32,17). Und wer sich an der Gerechtigkeit Gottes orientiert, handelt gemäss den biblischen Propheten: „Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg“ (Micha 4,3 und Jesaja 2,4).

Die Gewaltgeschichte der letzten Jahrzehnte auf dem Boden des jüdisch-christlichen Europas haben deutlicher als oft zuvor gezeigt, dass man als Christinnen und Christen nur dann glaubwürdig sein kann, wenn man gewaltfrei handelt. Dieser Vorrang für Gewaltfreiheit ist für uns eng verknüpft mit der Option für die Armen und Marginalisierten. Aus den tödlichen Kriegswerkzeugen sollen Werkzeuge werden, um die Äcker der Erde zu bestellen, damit der Skandal des weltweiten Hungerns ein Ende nimmt.

Wir handeln als Christinnen und Christen

Der christliche Auftrag, Gewalt in jeder Form zu vermindern und Leben zu fördern, bedeutet für uns auch, die Möglichkeit zu nutzen, den tödlichen Waffenhandel einzuschränken und wenn möglich zu unterbinden.

Für uns lässt die Frage des Kriegsmaterialexports keinen Kompromiss zwischen unseren christlich-ethischen Ansprüchen und wirtschaftlichen Interessen zu. Waffenproduktion und Waffenhandel widersprechen in sich der Überzeugung, dass Wirtschaft den Menschen dienen soll.

Auf der Grundlage unseres Glaubens sagen wir Ja zu einem Verbot von Kriegsmaterialexporten.

Wir Christinnen und Christen sagen Ja zur Initiative für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten am 29. November.